Günter Mayer

Zur Person

Am 6. November 1930 als Arbeiterkind in Berlin geboren. Nach bautechnischer Ausbildung bei der Deutschen Reichsbahn (1945-1949), Abendschulabitur (1949) und Erkrankung (bis 1952) Studium der Philosophie, Ästhetik und Musikwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin (1953-1959). Er war Assistent, Oberassistent und Leiter des Bereichs Kulturtheorie und Ästhetik an der Sektion Ästhetik und Kunstwissenschaften. Promotion (A) 1969 mit einer Arbeit zum Materialbegriff bei Eisler. 1972 Dozent für Ästhetik. Promotion (B) 1977 mit einer Schrift über die Spezifik des ästhetischen Verhältnisses. Professor für ästhetische Kultur 1980-1994. Seitdem Rentner.

Durch umfangreiche Texte Mitwirkung am Neuen Handbuch der Musikwissenschaft, Bd. 10 (1982); an den Büchern Ästhetik heute (1978); Ästhetik der Kunst (1987); Muziekpsychologie (Holland 1995) und am Historisch-kritischen Wörterbuch des Marxismus (Bd. 1, 1994; Bd. 2, 1995; Bd. 4, 1999; Bd. 6/II, 2004; Bd 7/I, 2008).

Herausgeber der in der DDR erschienenen Schriften Hanns Eislers (3 Bde.: 1973, 1982, 1983) und Mitherausgeber der neuen historisch-kritischen Gesamtausgabe dieser Schriften (Bd. 1, 2007). Er publizierte den Wissenschaftlichen Bericht der Konferenz des IMC 1985 in Berlin Tradition in den Musikkulturen – heute und morgen (1987) und gab die Bände Bausteine zu einer Theorie der populären Musik (1992) sowie Musikwissenschaftlicher Paradigmenwechsel? Zum Stellenwert marxistischer Ansätze in der Musikforschung (2000, mit Wolfgang Martin Stroh) heraus.

Zahlreiche Arbeiten für den Rundfunk und die Schallplatte bzw. CD, auch für Film und Fernsehen.
Gastvorlesungen in fast allen ost- und westeuropäischen Ländern, Vortragsreisen in den USA (1981), in Kanada (1985) sowie in Brasilien (1989, 2002).
Neben Lehre und Forschung vielseitig tätig: im Zentralvorstand des Verbandes der Komponisten und Musikwissenschaftler der DDR; im Redaktionskollegium der Beiträge zur Musikwissenschaft, als Mitglied des Musikrats der DDR; als Vorsitzender der Zentralen Kommission Musik beim Präsidialrat des Kulturbundes der DDR; als Chairman der International Association for the Study of Popular Music (1983-1985); als Mitglied deVorstands der Internationalen Hanns Eisler Gesellschaft (seit 1994) und im Wissenschaftlichen Beirat desHistorisch-Kritischen Wörterbuchs des Marxismus (seit 1995). Stellvertretender Vorsitzender des Berliner Instituts für kritische Theorie, InkriT e.V. (seit 2007).
Übersetzung einiger Texte in die englische, französische, griechische, holländische, italienische, portugiesische, russische, ungarische Sprache.

Günter Mayer verstarb am 2. September 2010.

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